Jeder Mensch ist kreativ.
Jeder Mensch ist kreativ – Kreativität ist keine Begabung weniger, sondern eine Fähigkeit, die sich gezielt fördern lässt. Wer versteht, wie kreatives Denken funktioniert und was es blockiert, kann es bewusst einsetzen.
Beim kreativen Arbeiten wechseln sich zwei Denkweisen ab – und sie funktionieren am besten, wenn man sie zeitlich klar voneinander trennt:
Unsere Denkinhalte sind bildlich, semantisch oder symbolisch. Für Routineaufgaben reicht die semantische (sinnbildende) Ebene. Wer aber neue Ideen sucht, sollte bewusst auch in Bildern und Symbolen denken – dort verstecken sich die ungewöhnlichen Lösungen. Ein Schlüsselbegriff ist die Bisoziation: das Entdecken einer verborgenen Verbindung zwischen zwei scheinbar fremden Wissensgebieten. Viele große Erfindungen sind genau so entstanden.
Wie stark unausgesprochene Regeln unser Denken lenken, zeigt eine bekannte Übung. Neun Punkte sind in einem Quadrat aus drei mal drei Punkten angeordnet. Die Aufgabe: Verbinden Sie alle neun Punkte mit vier geraden Linien, ohne den Stift abzusetzen.
Die meisten Menschen versuchen es zunächst innerhalb des Quadrats – und scheitern. Die Lösung gelingt erst, wenn einige Linien über das Quadrat hinausführen. Davon steht nichts in der Aufgabe. Wir nehmen die Grenze einfach an und halten auch dann noch an ihr fest, wenn wir merken, dass wir nicht weiterkommen. Kreatives Denken beginnt damit, solche selbst gesetzten Regeln zu erkennen und infrage zu stellen.
Kreativitätstechniken lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:
Welche Technik passt, hängt von der Aufgabe, der Gruppe und der verfügbaren Zeit ab. Oft lohnt es sich, beide Ansätze zu kombinieren.
In der Gruppe entstehen oft mehr und bessere Ideen als allein. Wichtig ist eine gute Zusammensetzung: Unterschiedliche Blickwinkel bereichern die Arbeit. Große Unterschiede in Leistungsfähigkeit und Engagement dagegen führen schnell zu Frust und Passivität. Eine erfahrene Moderation sorgt dafür, dass alle zu Wort kommen und Ideen erst gesammelt und dann bewertet werden.
In unseren Workshops schaffen wir den Rahmen, in dem ungewöhnliche Ideen entstehen dürfen: mit bewährten Kreativitätstechniken, klarer Trennung von Ideenproduktion und Bewertung – und der Erfahrung, aus kreativem Chaos echte Lösungen zu entwickeln.
Ja. Kreativität ist keine angeborene Gabe weniger Menschen. Wer seine Denkblockaden kennt und Kreativitätstechniken übt, findet zuverlässiger neue Ideen.
Kreativitätstechniken sind Werkzeuge, um Ideen zu finden. Design Thinking ist ein vollständiger Prozess: vom Verstehen der Nutzer über die Ideenfindung bis zum getesteten Prototyp. Kreativitätstechniken sind darin ein wichtiger Baustein.
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